Sea Shepherd Global – Spanisches Langleinenschiff im Rahmen von Operation Albacore festgesetzt

 

Be vegan! Haikopf mit Leinerest.

An Borde der F/V Alemar Primero: Ein abgetrennter Kopf eines „Blue Sharks“ mit Haken und Lang-Leinenrest.                                                                                                                               Fotocredit: (c)Alejandra Gimeno / Sea Shepherd Global

Am 6. August wurde das spanische Langleinenschiff ALEMAR PRIMERO in den Gewässern des zentralafrikanischen Inselstaates São Tomé und Príncipe durch lokale Behörden festgesetzt. Unterstützt wurden diese durch die Sea Shepherd Crew und Polizeibeamte aus Gabun.

Obwohl das Langleinenschiff für den Fischfang von “Thunfisch und ähnlichen Spezies” lizenziert war, ergaben Untersuchungen, dass die Fischräume mit Haien angefüllt waren. Der überwiegende Teil bestand aus Blauhaien, welche durch die Weltnaturschutzunion (IUCN) als “potenziell gefährdet” eingestuft wurden. Viele der Haiflossen waren bereits von den Körpern getrennt, was eine mutmaßliche Verletzung des Verbots des Abtrennens von Haifischflossen der Europäischen Union (1185/2003) und dessen Ergänzung (605/2013) darstellt. Dieses Verbot fordert, dass Haie nur mit unversehrten Flossen am Körper angelandet werden dürfen.

Die Behörden von São Tomé wiesen das Langleinenschiff an, seine Fischereiausrüstung einzuholen, den Fang freizulassen und für weitere Untersuchungen nach São Tomé zu fahren. Insgesamt vier Marinesoldaten wurden für die Sicherheit an Bord des Langleinenschiffes abbestellt, während das Schiff durch das Sea Shepherd-Schiff BOB BARKER nach São Tomé eskortiert wurde.

Am 7. August erreichte die ALEMAR PRIMERO das Fischereidorf Neves, wo das Schiff während der laufenden Ermittlungen bleiben wird. Die BOB BARKER wird währenddessen die Patrouillen wieder aufnehmen.

Seit April 2016 unterstützt Sea Shepherd mit Operation Albacore die Regierung von Gabun, um gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) vorzugehen, indem die BOB BARKER als ziviles Hochseepatrouillenboot in gabunischen Gewässern unter der Leitung der dortigen Regierung patrouilliert.

Im August traten São Tomé und Príncipe der Operation Albacore bei, indem sie zwei Marinesoldaten und einen Aufseher der Fischereibehörde von São Tomé der Sea Shepherd Crew zur Unterstützung sandten. Außerdem stellte Gabun Marinesoldaten und Beamten der gabunischen Fischereibehörde für die BOB BARKER ab, um weiterhin IUU-Fischerei im Golf von Guinea aufzudecken und einzustellen.

 

 

 

Quelle: Sea Shepherd Global

 

 


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