Seligenstädter Welpen-Händler gehen ins Gefängnis

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VIER PFOTEN: Durchbruch im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel
Seligenstädter Händler gehen ins Gefängnis

Be vegan!

Welpenhändler verlassen den Gerichtssaal.                                                                                                                                                                                                                                                                             Fotocredit: © Annette Hackbarth

Hamburg / Darmstadt – Es bleibt dabei: Die beiden Welpenhändler aus Seligenstadt müssen für 13 Monate ins Gefängnis und erhalten ein zweijähriges Berufsverbot. Das Urteil von März 2016 ist rechtskräftig, der Antrag auf Revision wurde zurückgewiesen. Die Stiftung VIER PFOTEN ist hoch erfreut, dass somit zum ersten Mal in Deutschland Freiheitsstrafen für illegale Welpenhändler verhängt wurden, die nicht auf Bewährung ausgesetzt wurden.

Birgitt Thiesmann (52), Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN:

„Dieses Urteil ist für unsere Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel immens wichtig, denn es wird eine abschreckende Wirkung auf viele potentielle Händler haben. Dass die Händler in den Knast müssen, wird nicht nur den betrogenen Käufern gerecht, sondern auch den vielen Hundebabys, die durch diese Welpenhändler jahrelang gelitten haben. Der weltweite illegale Hundehandel ist mafiös strukturiert. VIER PFOTEN engagiert sich seit Jahren mit einer internationalen Kampagne dafür, diese miesen Machenschaften zu stoppen!“

Hintergrund:

Mindestens zehn Jahre lang hatte das Ehepaar aus Seligenstadt mit Welpen aus dubiosen Quellen gehandelt. Doch weder bereits auf Bewährung erteilte Haftstrafen, Handelsverbote in den Jahren 2006 und 2010 noch das Urteil vom November 2015 konnten Markus und Petra L. stoppen. Weiterhin inserierten sie Welpen unbekannter Herkunft und verkauften die ungeimpften Tiere ohne Papiere an ahnungslose Käufer. Das Paar aus Seligenstadt in Hessen hatte im großen Stil sämtliche Hunderassen über verschiedene Internetportale, wie zum Beispiel eBay Kleinanzeigen, angeboten – sogar im Ausland. In diesen Anzeigen war von eigener Zucht, gesunden und geimpften Hunden die Rede, was jedoch schon deshalb nicht stimmen konnte, weil die Händler nicht über die entsprechende Anzahl von  Muttertieren verfügten. Die Welpen kosteten zwischen 350 und 1.050 Euro. Tatsächlich kamen die Hunde aus dubiosen Quellen, waren oft krank, manche starben sogar. In vielen Fällen gab es weder Impfpässe noch Kaufverträge. Markus und Petra L. wurden schließlich zu Haftstrafen verurteilt. Das Gericht bezog sich dabei nicht nur auf die aktuellen Taten, sondern verhängten Haftstrafen ohne Bewährung,  weil die Angeklagten aus den bisherigen Verurteilungen nichts  gelernt hatten.

Kampagne gegen illegalen Welpenhandel:

VIER PFOTEN engagiert sich mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel und fordert eine europaweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde. Außerdem fordert VIER PFOTEN, dass Online-Kleinanzeigen-Portale den anonymen Verkauf von Tieren unterbinden. Bitte nehmen Sie an der aktuellen Kampagne auf www.petdeception.org teil.

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Betroffene Hundekäufer oder Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, können sich auf www.stoppuppytraders.org bei VIER PFOTEN melden.

 

 

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN

 

 


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