St. Martinstag – Gänse retten statt schlachten.

Menschen für Tierrechte in Stuttgart bittet Landwirte in Plieningen und Degerloch, ein Gänsepaar zu begnadigen

Go vegan!

Der letzte Gang: der Martinstag ist nah.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Fotocredit: © alpineva – Fotolia.com

Anlässlich des St. Martinstags am 11. November werden bun-desweit zehntausende soge-nannte „Martinsgänse“ verze-hrt. Im Andenken an den hei-ligen Martin von Tours, hat der Verein Menschen für Tierrechte, Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. den Demeter – Haldenhof in Plieningen, sowie den Gänsezüchter Rolf Wais in Degerloch schriftlich aufgefor-dert, an diesem Tag Mitgefühl mit Gänsen zu zeigen und ein Gänsepaar zu retten, anstatt es zu schlachten.

Martin – ein mitfühlender Mensch

Der Verein macht in seinem Brief darauf aufmerksam, dass der heilige Martin ein mitfühlender Mensch war, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte und später Zuflucht im Gänsestall suchte. Seinem Beispiel sollen nun auch die Landwirte folgen und dem Gänsepaar bis zu seinem natürlichen Tod ein schönes Leben in Freiheit und Unversehrtheit auf ihren schönen Grünflächen ermöglichen.

Ein Leben lang treu

„Gänse sind hoch intelligente und soziale Vögel, mit einem dem Menschen in vielen Punkten analogen Familien- und Gesellschaftsleben, die ihrem Partner ein Leben lang treu bleiben und beim Verlust des Partners lange trauern“, so Dr. Tanja Breining, Zoologin und wissenschaftliche Fachreferentin beim Landesverband Menschen für Tierrechte in Baden-Württemberg. „Sicher wäre es im Sinne des heiligen Martins gewesen, wenn jeder an diesem Tag Gänse retten würde – einfach indem er sie weder schlachtet, noch isst.“

Der berühmte Biologe und Verhaltensforscher, Professor Konrad Lorenz, zeigte dass die Eheschließung bei Gänsen ähnlich verläuft wie bei uns selbst. Gänse bleiben auch den Menschen und dem Ort ihrer Aufzucht treu und führen ihre Kinder an den Ort ihrer eigenen Kindheit zurück.

529.506 Gänse in Deutschland

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in 2012 529.506 Gänse in Deutschland geschlachtet. 75% der Gänse werden zwischen Oktober und Dezember getötet. Auch aus dem Ausland, überwiegend aus Polen und Ungarn, wird Gänsefleisch importiert. Im Alter von 3 – 9 Monaten wird den Vögeln die Kehle durch geschnitten. In Freiheit erreichen Gänse ein Alter von bis zu 20 Jahren.

Zahlreiche pflanzliche Alternativen wie Gemüse, Getreide, Fleischalternativen auf Soja-, Seitan- oder Lupinenbasis, machen den Verzehr von Tieren und tierischen Produkten überflüssig. Eine vegane Lebensweise schützt nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt und unsere eigene Gesundheit.