Starbucks: Über 50 Organisationen fordern von der Kette, weltweit auf Käfigeier zu verzichten

 

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Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ist Mitglied bei der „Open Wing Alliance“.                                                                                                                                                                                                    Logo: (c) Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Berlin: 56 Tierschutzorgani-sationen fordern in einer weltweiten Kampagne gegen Starbucks den Verzicht auf Eier aus der Käfighaltung. Starbucks, die größte Kaffeehauskette der Welt, soll in allen seinen über 27.000 Filialen keine Eier mehr verwenden, die aus dieser besonders grausamen Haltungsform stammen. 

Die Kampagne startete am Samstag vor einer Starbucks-Filiale in Prag mit einer Protestaktion der Open Wing Alliance, einem internationalen Bündnis zur Abschaffung der Käfighaltung von Legehennen, zu dem auch die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt gehört.

Starbucks rühmt sich seiner sozialen Verantwortung; jedoch hat das Unternehmen bislang nur in einigen Regionen wie den USA und Europa Käfigfrei-Richtlinien, nach der von 2020 an alle Eier als käfigfrei zertifiziert sein sollen. Eiprodukte werden in den Richtlinien allerdings nicht explizit abgedeckt. Ein Zeitplan zur weltweiten Umstellung auf alternative Haltungsformen besteht bisher nicht.

Verantwortung übernehmen

»Als eine der größten Restaurantketten der Welt trägt Starbucks die Verantwortung, sich zumindest an die Standards zu halten, die schon von anderen Unternehmen aus dem Nahrungsmittelgewerbe umgesetzt werden«, sagt Silja Kallsen-MacKenzie, Kampagnenleiterin der Albert Schweitzer Stiftung. »Starbucks muss sich daher ebenso verpflichten, die grausame Käfighaltung von Legehennen nicht weiter zu unterstützen.« Zwar haben nach Ansicht der Albert Schweitzer Stiftung auch die alternativen Haltungsformen von Legehennen Mängel. Allerdings erlauben diese es den Tieren, mehr Grundbedürfnisse auszuleben.

Keine Käfighaltung mehr nach 2025

Die weltweite Kampagne gegen Starbucks ist die erste der Open Wing Alliance, die sich gegen eine einzelne Restaurantkette richtet. Das Tierschutzbündnis verlangt von Starbucks, eine Verpflichtung sowie einen Zeitplan zum weltweiten Umstieg auf alternative Haltungsformen bei frischen und verarbeiteten Eiern zu veröffentlichen. Spätestens ab 2025 soll das Unternehmen keinerlei Eier oder Eiprodukte aus der Käfighaltung mehr verwenden. Die Website www.StarbucksCruelty.com sowie Online-Petitionen und Aktionen in den sozialen Netzwerken informieren die Öffentlichkeit über die besonders tierquälerische Käfighaltung in der Lieferkette von Starbucks.

Viele Unternehmen haben Ausstieg bereits vollzogen

Hunderte von Unternehmen aus der ganzen Welt haben sich bereits dazu bekannt, aus der Verwendung von Eiern aus der Käfighaltung von Legehennen auszusteigen; darunter sind auch einige der weltweit größten Unternehmen wie Unilever, Nestlé, Mondelez, Lidl und Aldi. Sie haben konkrete Zeitpläne für den globalen Ausstieg veröffentlicht. Doch Starbucks weigert sich, Eier von Legehennen aus der Käfighaltung vollständig zu verbannen. Gesprächsangebote der Open Wing Alliance hat das Unternehmen bis heute ignoriert.

Seit 2016 betreibt die Open Wing Alliance Kampagnen gegen global agierende Konzerne mit dem Ziel, die Käfighaltung von Legehennen weltweit durch öffentlichen Druck abzuschaffen. Sie konnte bereits mehrere große Unternehmen wie Intercontinental Hotels oder die Caterer Sodexo und Compass Group zum Verzicht auf Käfigeier bewegen.

 

 

 

 

 

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung