Strafanzeige gegen Betriebe der Van Asten Group: Neue PETA-Enthüllung zeigt tierquälerische Haltung von Schweinen

 

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Ferkelzucht bei van Asten: Die Muttersauen sind so eng fixiert, dass sie sich nicht um ihre Neugeborenen kümmern können.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Fotocredit: © PETA

Gommla / Neumark / Stuttgart – Schweinemütter zu Geburtsmaschinen degradiert: Schockierende Aufnahmen aus zwei Betrieben der niederländischen Van Asten Group in Gommla und Neumark zeigen eingepferchte Sauen und tote sowie im Sterben liegende Ferkel. Die Tiere sind gezwungen, ihre Ferkel in den eigenen Fäkalien zu gebären. Sie sind derart eng fixiert, dass sich nicht einmal nach den neugeborenen Ferkeln um-drehen können.

In der Ferkelaufzucht leiden viele Tiere in kotverschmierten Buchten an Durchfall. Aufgrund von Stress und Langeweile verletzten sich die jungen Schweine gegenseitig. Hinkende Tiere mit verletzten Beinen, mit faustgroßen Abszessen und abgenagten Ringelschwänzen prägen das Bild in dem Stall. PETA, die das Material von November 2016 nun veröffentlicht, hat Strafanzeige gegen die Betriebsleiter bei den Staatsanwaltschaften in Erfurt (Az. 643 Js 16418/17) und Gera (Az. 734 Js 18605/17) gestellt. Die Tierrechtsorganisation fordert die Schließung der Anlage. Ferner sieht PETA die Politik in der Pflicht zu handeln, denn die Tiere leiden auch unter den aktuellen minimalen gesetzlichen Regelungen.

Schwerste Tierquälerei

„Scheinbar hat die Van Asten Group kein Interesse daran, dass auch die schwächeren Ferkel überleben, denn sonst würden sie die neugeborenen Tiere nicht sich selbst überlassen“, so Lisa Wittmann, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Agrarindustrie bei PETA. „Für die Schweinemütter bedeutet jede Geburt Qualen in den engen Metallkäfigen, die ihnen keine Chance lassen, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern.“

Verantwortungsbewusstsein? Arme Tiere, arme Welt

In der Sauenhaltung der Van Asten Group, so belegen es die Videos, werden die Tiere für die künstliche Besamung wochenlang in so enge Kastenstände gesperrt, dass sie sich nicht einmal ausgestreckt hinlegen können. Druckstellen, Abschürfungen und langanhaltende Schmerzen sind, neben dem psychischen Leiden, die Folge. Laut einem rechtskräftigen Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg (OVG Magdeburg 3 L 386/14 – Urteil vom 24. November 2015) dürfen Sauen nur noch in Kastenständen gehalten werden, die so breit sind, dass sie ihre Gliedmaßen ausstrecken können. Es ist fraglich, ob die Van Asten Group diesem Urteil gefolgt ist. Fakt ist jedoch: Auch breitere Kastenstände bleiben quälerische Gefängnisse für ihre unschuldigen Insassen.

Die Van Asten Group rühmt sich selbst als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen, das Wert auf Tiergesundheit und „Qualität“ legt. Wie die Bilder aus den beiden Betrieben zeigen, geht es aber auch diesem Unternehmen nur um eines: Wirtschaftlichkeit. Und das ganz klar auf Kosten der Tiere.

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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