Susanne Heine: Peaceful gardening // Biovegan gärtnern – Das Praxisbuch

 

Be vegan!

Der tierfreundliche Herr Veganowicz zeigt sich zufrieden mit dem bioveganen Garten.                                                                                                                                                                                                                                              Umschlagfoto: (c) Susanne Heine

Susanne Heine ist Naturkostfachberaterin und begeisterte Hobbygärtnerin. Sie lebt seit sechs Jahren vegan – aus ethischen Gründen. In der Einleitung ihres Buches erklärt sie kurz, wie sie dazu gekommen ist und was sie schließlich – als sie 2010 aus der Stadt in ein Haus auf dem Land gezogen ist, bewogen hat, ihren Garten biovegan anzulegen und zu bewirtschaften.

Back to nature. Immer mehr Menschen gärtnern. In Zeiten von zu viel Stress, mangelnder psychisch-spiritueller und sozialer Achtsamkeit wird der Garten zum Ort unser Sehnsüchte: Stille, Frieden, Langsamkeit, Sinnlichkeit und Integrität. Das Paradies. Wenn es nach der Autorin von „Peaceful Gardening“ geht, auch eines für Tiere. Dazu allerdings – das ist die Voraussetzung, muss es ein bioveganer Garten sein.

Susanne Heine zeigt uns zuerst ihre Gartenwerkzeuge und gibt Tipps für die vorbereitende Bearbeitung des Bodens. An gleicher Stelle macht sie auf das Forum des bioveganen Netzwerks (BVN: http://biovegan.org/) aufmerksam. Von dort hat sie wertvolle Tipps, Ratschläge und Empfehlungen von Gleichgesinnten bekommen. Wer Garten-AnfängerIn ist, auf biovegan umstellen will oder sich schlicht fachlich austauschen möchte, freut sich über diese einfache Möglichkeit an wertvolle Informationen zu kommen.

Biovegane Gartenpraxis“

Das wichtige Thema „Düngen“ steht weit vorne im Buch. Da finden LeserInnen verschiedene Arten des Mulchens und Kompostierens. Sie lernen Jauche aus Pflanzen selber anzusetzen und erfahren mehr über bioveganen Dünger, den es vereinzelt mittlerweile im Handel gibt. Dieses Kapitel schließt Themen wie den Pflanzenschutz, die Aussaat und Pflanzung mit ein.

Der biovegane Blumen- und Gemüsegarten“

Hier gibt es eine Anleitung, wie wir Beete anlegen und Pflanzkulturen planen. Dazu gibt es zwei sehr nützliche Tabellen. In der einen stehen Pflanzen, die gut nachbarschaftlich miteinander auskommen. In der anderen Tabelle finden wir diejenigen Pflanzen, die nicht so gut miteinander auskommen. Dass wir dabei sehr sorgfältig auswählen ist außerordentlich wichtig, damit sich in den Kulturen die verschiedenen Pflanzen in natürlicher Weise gegenseitig schützen und auch düngen. Schließlich wollen wir in unserem Garten keine Chemikalien einsetzen.

Hohe Biodiversität

Die Autorin betont, dass es die sonst verbreitete Unterscheidung zwischen Schädlingen und Nützlingen in einem bioveganen Garten nicht gibt. Die „komplementär-funktionelle“ Pflanzengemeinschaft ermöglicht ein gesundes und lebendiges Gleichgewicht, wo alle Lebewesen gleichermaßen ihren Platz finden. Dieses Gleichgewicht kommt ganz ohne chemische Keule aus. In zu großer Anzahl „unerwünschte“ Arten bleiben etwa aufgrund der Absonderungen von Pflanzenwurzeln in die Erde oder aufgrund der Ausscheidung von ätherischen Duftstoffen in die Luft von selber weg oder werden, wenn sie den Verlockungen ihrer Lieblingsnahrung gar nicht nicht widerstehen können, wie immer Mal wieder Nacktschnecken, eingesammelt und in respektvollem Abstand zum Garten wieder ausgesetzt. Die Biodiversität ist in einem solchen Garten notwendigerweise und glücklicherweise sehr hoch (nimmt sie doch sonst in der gesamten Welt immer schneller ab). Dabei nehmen einzelne Insektenarten nicht überhand und die Pflanzen freuen sich über gesunde Böden mit vielen Regenwürmer. Diese gibt es in den heute meistens hoch verdichteten Böden kaum noch. Dabei zählen sie zu unseren besten Helfern, sorgen sie doch für einen dauerhaft aufgelockerten, mineralisierten und fruchtbaren Boden.

Die 10 …

LeserInnen erfahren in den drei folgenden Kapiteln welches jeweils die 10 leckersten Gemüse, die würzigsten Kräuter und die hübschesten Blumen in einem bioveganen Garten sind. Dazu gibt es gut bebildert zu jeder Art kurze Erläuterungen mit Anbau- und Pflegetipps. Wer wissen möchte, wie ein Kräutergarten angelegt wird, der wird hier auch fündig.

Natur fördern im bioveganen Garten“

Der biovegane Garten bietet mit seiner Vielfalt den unterschiedlichsten Lebewesen einen ökologisch wertvollen und geschützten Lebensraum. Wie gut geschützt dieser Raum tatsächlich wird, liegt in der Hand kluger GärtnerInnen. Hier ein kleine Auswahl zur Anregung, wie Sie geeignete Voraussetzungen dazu schaffen können: Steine, Stein- und Reisighaufen, schattenspendende Pflanzen, Wildblumen, totes Holz, Hecken, Insektenhotel(s) und Vogelnistkästen.

Biovegan gärtnern rund ums Jahr“

Das letzte Kapitel bietet sozusagen einen krönenden Abschluss. Angefangen mit dem Januar gibt es für jeden Monat des Jahres Tipps und Hinweise zu anstehenden Aufgaben. Was vorbereitet werden muss, Saatgut kaufen, Vögel im Winter füttern, Tierfutter und Dünger selber machen, Beete pflegen, Saatlinge aussetzen etc. etc. Das ist für alle Garten-AnfängerInnen eine großartige Hilfestellung.

Alle Themen sind gut bebildert. Seien es Details zu Tipps wie der: Düngerherstellung, Werkzeuge oder zur Bodenbearbeitung, oder Abbildungen wie eine Sonnenfalle, Blumen, Kräuter, Gemüse und vieles mehr. Es gibt aber auch Bilder, die z.B. wunderschöne Schmetterlinge auf wunderschönen Blüten zeigen, Impressionen des Gartens im Hochsommer oder einfach die Blüte einer prächtigen Sonnenblume, die laut summende Hummeln anlockt und wie eine Königin den Garten überragt und sich friedlich in der sanften Sommerbrise wiegt.

 

Be vegan!

          Umschlagfoto: (c) Susanne Heine

Peaceful gardening

Biovegan gärtnern – Das Praxisbuch

Susanne Heine

144 Seiten , 162 Farbfotos , 3 Zeichnungen
19.3 x 24.6 cm,
lam. Pappband mit 1 mm Pappe

14,99 Euro

ISBN: 978-3-8354-1345-0

BLV Buchverlag (Versandkostenfrei bestellen)

 

 

 

 


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