TASSO appelliert: Bundesrat soll Antrag zum Wildtierverbot im Zirkus zustimmen

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TASSO e.V. fordert Verbot von Wildtieren in Zirkussen.                                                                                                                                                                                                                            Logo: (c) TASSO

Sulzbach/Ts – Am kommenden Freitag, den 26.02.2016, berät der Bundesrat zum wiederholten Male über einen Entschließungsantrag aus Hessen zum Verbot bestimmter Wildtierarten in Zirkusbetrieben. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. appelliert an die Mitglieder des Bundesrates, diesem Antrag zuzustimmen.

Anlass für diese erneute Initiative ist der tragische Vorfall eines entlaufenen Zirkuselefanten, der vor wenigen Monaten in Baden-Württemberg einen Spaziergänger getötet hat.

Das Verbot soll insbesondere Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde umfassen, da diese in fahrenden Zirkusunternehmen nicht tierschutzgerecht untergebracht werden können. Zudem sieht der Antrag eine Rechtsverordnung gemäß §2a TierSchG vor, die die Haltung jener Tierarten regelt, die künftig dann noch in Zirkussen mitgeführt werden dürfen.

„Bereits 2003 und 2011 hat der Bundesrat jeweils Entschließungsanträgen zum Wildtierverbot in Zirkussen zugestimmt. Die Beschlüsse wurden bis heute von der Bundesregierung nicht umgesetzt. Es wird nun Zeit, dass das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium endlich eine entsprechende Verordnung zum Verbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus auf den Weg bringt“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO.

Das Mitführen bestimmter Wildtiere im Zirkus führt systemimmanent zu Tierschutzproblemen, die nur durch ein Haltungsverbot gelöst werden können, erläutert der Tierschutzexperte. Das Verhaltensrepertoire der hier angesprochenen Tierarten wie das Sozial-, Erkundungs-, Bewegungs-, Ruhe- und Komfortverhalten wird in Zirkussen derart eingeschränkt, dass von erheblichen Leiden bei den Tieren auszugehen ist. „Ein prägnantes Beispiel ist die Elefantenhaltung“, so Mike Ruckelshaus weiter. „Diese Tiere leben in freier Wildbahn in Familienverbänden und wandern 100 km am Tag. Im Zirkus hingegen werde sie oft isoliert gehalten und aus Sicherheitsgründen angekettet, was zu den bekannten stereotypen Verhaltensstörungen führt.“

Über TASSO e.V.:

Die in Sulzbach bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister. Mittlerweile vertrauen knapp 5,6 Millionen Menschen dem seit mehr als 30 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind über  7,7 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Halter zurück, dies sind im Jahr rund 60.500. Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, SOS-Halsband-Plakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde. Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen und unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten. Mit dem Online-Tierheim shelta bietet TASSO zudem Tiersuchenden eine Plattform in der virtuellen Welt. Für die Tierhalter ist TASSO ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange des Tierschutzes.

 

 

 

 

Quelle: TASSO e.V.

 

 

 


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