Tausende Gäste zum „Vegan Spring“ in Hannover

Go vegan!

Entspannte Atmosphäre, leckeres Essen und gute Unterhaltung.

Der diesjährige „Vegan Spring“ fand gestern auf Hannovers zentralem Steintorplatz statt. Das vegane Frühlingsfest wurde wunschgemäß von der Sonne verwöhnt. Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen fanden mehrere Tausend Gäste den Weg nach Hannover und machten Aussteller, Anbieter, Veranstalter und sich selbst glücklich.

Richtiger Frühlings-Trubel

Der Steintorplatz, der für Beachvolleyball-Spiele populär ist, sonst aber meistens nur als Passage in die Fussgängerzonen genutzt wird, war den ganzen Tag über voller Menschen.

Go vegan!

Veggie Food: vegan vom Feinsten.

Viele von ihnen wollten vor allem eines: leckeres veganes Essen. Es gab fast ein Dutzend Küchen und Essens-stände. Pizzen, Burger, Falafel, Döner, Salate, Gemüseteller, Suppen, grüne Smoothies, Kuchen, Kekse und natürlich Schokoladiges: selbst-verständlich alles vegan.

 

 

 

Go vegan!

Glyde: rundum vegan.

Dazwischen gab es Informations-Angebote von Sea Shepherds, den Tierbefreiern, Sieben Linden (Eco-Village) ein Buchladen mit Büchern zu Tierrechten, veganem Kochen, praktischen Tipps und allerleii. Es gab auch einen eigenen Stand nur für Glyde-Produkte aus Australien: Dams, Kondome und Gleitmittel. Glyde ist wohl weltweit immer noch das einzige Unternehmen, dessen Kondome etc. von der Vegan Society anerkannt sind.

Sea Shepherds neue Ziele

Nachdem Japan aus dem Walfang ausgestiegen ist, bleiben für Sea Shepherd neben Norwegen und Island noch genügend weitere Ziele zum Schutz des Meereslebens. Explizit, so sagte man mir am Stand der Organisation, würde man zunächst gegen das jährliche Abschlachten von Grindwalen auf den Faröer-Inseln vorgehen. „Das ist ein scheußliches Massaker. Die Tiere werden in eine Bucht getrieben, dort werden ihnen Haken in die Atemlöcher gestoßen. So zieht man sie an Land und tötet sie dort mit Messern.“ Die Bilder dazu kann man sich im Internet ansehen und es gibt wohl kaum jemanden, der noch nicht davon gehört hat. Das Fleisch wird anschließend gegessen, obwohl bekannt ist, das gerade Wale, die an der Spitze der Nahrungskette stehen, in der Leber extrem erhöhte Werte an Schwermetall – besonders auch Quecksilber, aufweisen. Die Schwermetalle werden akkumuliert und können nicht abgebaut werden. Das hat schlimme Folgen, zum einen für den Nachwuchs der Menschen, die von diesem Fleisch essen (Fehlbildungen etc.) als zum Beispiel auch für die Reproduktionsfähigkeit von Walen. So zeugen z.B. Orcas immer weniger Nachwuchs, beziehungsweise, es kommt oft zu Totgeburten oder die Kälber kränkeln und sterben nach kurzer Zeit.

Deutschlands stärkster Mann lebt vegan

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Patrick Baboumian: erfolgreicher Strongman und Buchautor.

Zwei Stände weiter hatte Deutschlands stärkster Mann, Patrick Baboumian, seinen Platz. Er präsentierte sein Buch „Vegan ganz anders: Eine Anleitung zum groß und stark werden“, das im Januar im Eigenverlag erschienen ist und jetzt zum Neudruck ansteht. „Ich habe für die erste Ausgabe überhaupt keine Werbung gemacht. Das Buch hat sich fast von alleine verkauft“, freute sich der mehrfache deutsche Meister und bekannte vegane Strongman.

Die Stimmung auf dem Steintorplatz war großartig. Und wer sich umgehört hat, der lernte, dass sehr viele Gäste des „Vegan Spring“ bereits vegan sind und sich hier treffen und austauschen. Das ist sehr erfreulich und spiegelt ein wenig die Vegan-Szene in Hannover wieder. Mittlerweile gibt es hier ein tolles Angebot an Lokalen (Gleichklang, Carrots&Coffee, Hiller, Centrum u.a.), Läden (Nature Food), Gruppen und Veranstaltungen zum Thema. Was vor wenigen Jahren noch abfällig belächelt wurde, wächst sich zu einer richtigen Kulturszene aus.

 

 

Alle Fotos: (c) Guido Barth


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