„Mehr Tierschutz ins neue Landesjagdgesetz“ – Aktion von PETA und weiteren Verbänden bei der Regionalkonferenz des Landesjagdverbandes NRW / Münster, 9. Oktober 2014, 18:30 Uhr

Go vegan!

Szenen der Jagd sind immer blutig: totes Reh.                                                                                                                                   Fotocredit: (c) PETA Deutschland

Hände weg von Wildtieren: Um für mehr Tier- und Naturschutz bei der derzeit stattfindenden Novellierung des Landesjagd-gesetzes in NRW zu werben, veranstaltet die Tierrechtsor-ganisation PETA Deutschland e.V. zusammen mit weiteren Tier- und Naturschutzverbänden am 9. Oktober um 18:30 Uhr eine gemeinsame Kundgebung vor der MCC Halle Münsterland in Münster.

Tierquälerei und ökologische Schäden

Der Landesjagdverband NRW wird dort heute Abend eine „Regionalkonferenz“ abhalten. Da die Jäger weiterhin an rücksichtslosen Jagdpraktiken festhalten wollen, werden Aktivisten des Tier- und Naturschutzbündnisses die Öffentlichkeit mit Plakaten und Flugblättern über die Tierquälereien und ökologischen Schäden bei der normalen Jagdausübung informieren. PETA fordert die Landesregierung auf, an den Plänen für eine fortschrittliche Novelle des Jagdgesetzes festzuhalten.

„Die Novelle des Jagdgesetzes in NRW ist längst überfällig“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Obwohl das Umweltministerium lediglich die schlimmsten Tierquälereien bei der Jagd verbieten will, halten die Jäger starrköpfig an ihren antiquierten grausamen Jagdmethoden fest.“

In einer 10-Punkte-Resolution fordert PETA gemeinsam mit neun Tier- und Naturschutzverbänden die Berücksichtigung von Tier- und Naturschutzaspekten im neuen Landesjagdgesetz in NRW. Wesentliche Eckpunkte sind beispielsweise ein Verbot der Tötung von Katzen und Hunden, die Untersagung der tierquälerischen Fallen- und Baujagd sowie ein Verbot der Ausbildung von Hunden an verstümmelten lebenden Enten.

Jagd kein geeignetes Regulationsinstrument

PETA setzt sich darüber hinaus für die Abschaffung der Jagd ein. Zahlreiche Studien belegen, dass der Abschuss von Tieren nicht dazu geeignet ist, Wildtierpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, dass beispielsweise bei Wildschweinen die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere aufgrund der Bejagung früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt.[1] Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass in dem Gebiet die Anzahl der betreffenden Wildtiere ansteigt. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf, ein namhafter Biologe der TU München, sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

[1] Servanty et al. (2009): Pulsed resources and climate-induced variation in the reproductive traits of wild boar under high hunting pressure. Journal of Animal Ecology. Nr. 78, Issue 6.

WANN & WO:
Donnerstag, 9. Oktober, 18:30 Uhr, vor der MCC Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster


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