Tierschützer rufen zum bundesweiten Boykott von Bogner Modegeschäften auf

 

Go vegan! Katzenfell als Pelzbesatz.

Bogner verkauft immer noch Echtpelz. Deswegen ruft das Deutsche Tierschutzbüro zum Boykott aller Bogner-Geschäfte und -Produkte auf.                                                                                                                                                                                                                                                                                                Foto: v-p

Das Deutsche Tierschutzbüro ruft bundesweit zum Boykott des Modeunternehmens Bogner auf, da Bogner noch immer Echtpelz von gequälten Pelztieren verwendet. Es ist allgemein bekannt, welche Qualen die Tiere bei der Aufzucht und Tötung besonders im asiatischen und skandinavischen Raum erleiden müssen und gerade aus diesen Ländern bezieht Bogner die Felle. 

Mit der Verarbeitung dieser Produkte unterstützt Bogner eine Industrie, die keinerlei Verantwortung für die Belange der Tiere übernimmt und ohne vernünftigen Grund Tieren Schmerz zufügt und tötet.

Die Tierschutzorganisation Deutsches Tierschutzbüro startete bereits Anfang November die Anti-Pelz-Kampagne mit dem Titel „Bogner tötet“ gegen das Modehaus und demonstrierte als erstes vor der Stuttgarter Bogner-Filiale. Mahnend hielten die Tierschützer dort getötete Tiere auf Kissen gebettet und zogen dadurch die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Weitere aufsehenerregende Aktionen folgten bundesweit vor Bogner Filialen und auch der Kontakt zur Geschäftsleitung wurde gesucht, dennoch zeigt sich Bogner weiterhin uneinsichtig. „Die unnötige Tierquälerei für Bogner muss ein Ende haben, deswegen rufen wir nun zum Boykott auf“, so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros.

Bogner-Geschäfte in mehreren Städten

Der Boykott bezieht sich auf alle Bogner-Produkte und nicht nur auf die mit Echtpelz besetzten Kleidungsstücke. Bundesweit gibt es in den folgenden Städten Bogner Modehäuser, Outlet und Partner Stores: Baden-Baden, Berlin, Bernau am Chiemsee, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Garmisch-Partenkirchen, Hamburg, Hannover, Heimstetten, Ingolstadt, Köln, Metzingen, München, München, Neumünster, Nürnberg, Rottach-Egern, Rosenheim, Trier, Wiesbaden, Stuttgart, Sylt, Wertheim, Wustermark und Zweibrücken.

Die Anwälte von Bogner ließen verlauten, dass das Modehaus zu Gesprächen bereit sei, doch diese Aussagen stellten sich als leere Versprechungen heraus. Ähnlich verhält es sich auch mit dem von Bogner angeführten OA-Label (Origin Assured). Dieses Label besagt lediglich, dass die Herkunftsländer über Tierschutzgesetze verfügen. Wie umfangreich diese sind oder ob sie überhaupt eingehalten werden, sagt dieses Label nicht aus. „Bogner sollte endlich zu seinen Worten und Taten stehen und sich dem Trend anschließen, endlich pelzfrei zu werden“, so Jan Peifer weiter.

Pelz steht immer für Tierqual

Der Handel mit Pelzprodukten ist immer mit Tierqual verbunden. Alle Tiere zeigen in Gefangenschaft starke Verhaltensstörungen, da sich ihr Revier in der Natur über mehrere Quadratkilometer erstreckt. Eingezwängt in kleinen Drahtkäfigen, kommt es dadurch oftmals zu Kannibalismus und Selbstzerstörung unter Pelztieren. Aus diesen Gründen verzichten bereits unzählige bekannte Modeketten auf den Gebrauch von Echtpelz in ihren Kollektionen, wie zum Beispiel Armani, Charles Vögele, Esprit, Gerry Weber, Hugo Boss, Jack Wolfskin, Marc O´Polo, S. Oliver und Zara.

Bogner verwendet Pelz mit der Bezeichnung „Raccoon“, fälschlicherweise wird oft angenommen, dass es sich um Waschbär und nicht um den zur Familie der Hunde gehörigen Marderhund handelt. Diese Hunde vegetieren z. B. in China und Finnland auf riesigen Farmen und mit nur wenigen Monaten wird den normalerweise monogam lebenden jungen Hunden das Fell abgezogen, „auch Bogner bezieht von solchen Folterfarmen die Pelze“, so Peifer abschließend.

 

 

 

 

 

Quelle: Deutsches Tierschutzbüro

 

 


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