Tierwirtschaft belastet Trinkwasser und führt zu Preisanstieg: PETA fordert Fleischsteuer gegen Gülle-GAU

 

Be vegan!

Noch Wasser oder schon Chemiekeule: als Folge der Intensiv-Landwirtschaft wird die Versorgung der Bevölkerung mit sauberen Wasser immer schwieriger.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Fotocredit: (c) v-p

Stuttgart – Güllehahn abdrehen: Die Preise für Trinkwasser könnten bald um bis zu 45 Prozent steigen, warnt das Umweltbundesamt in einer neuen Studie. Schuld ist eine hohe Nitratbelastung, verursacht vor allem durch die Gülledüngung aus der Tierwirtschaft. Knapp ein Viertel des Grundwasservorkommens überschreitet die derzeitigen Grenzwerte. Das stellt Wasserversorger vor Probleme, denn die Aufbereitung werde aufwändiger. 

Um Umweltschäden zu  kompensieren und landwirtschaftliche Tierhaltung zurückzudrängen fordert die Tierrechtsorganisation PETA höhere Steuern auf Fleisch und andere tierische Produkte.

„Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht die größtem Umweltprobleme unserer Zeit, die Politik muss das endlich erkennen und handeln – die Fleischsteuer muss kommen“, so René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei PETA.

Seit Anfang Juni gilt eine neue Düngemittelverordnung mit Obergrenzen für den Stickstoffeintrag und längeren Zeiträumen, in denen nicht gedüngt werden darf. Das ist zu wenig angesichts 200 Millionen Kubikmeter Gülle und Mist, der jährlich von 700 Millionen Tieren in der Landwirtschaft produziert wird, kritisiert PETA. Alleine die in Deutschland gehaltenen Schweine erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung. Dabei kommt auf jeden dritten Einwohner nur ein Schwein. Der Konsum von tierischen Produkten trägt dazu bei, dass mehr Gülle produziert wird und damit das Grundwasser und der Boden mit Nitraten und Phosphaten belastet werden. 1

„Steuern“ könnten helfen, die Verbraucher zum Umdenken bewegen

Ein erhöhter Steuersatz kann den Verbrauch tierischer Produkte senken, so Ressourcen und das Klima schonen und Tiere vor einem grausamen Tod im Schlachthaus bewahren. An die Verbraucher appelliert PETA, sich vegan zu ernähren und auf Gemüse und Obst aus bio-veganer Landwirtschaft zu setzen. Gülle findet bei dieser Art des Lebensmittelanbaus keine Anwendung.

PETA hatte dem Bundesfinanzministerium bereits im Mai eine Petition mit 17.000 Unterschriften für höhere Abgaben auf Fleisch zukommen lassen.

 

1 Reichholf, Josef. (2004): Der Tanz um das goldene Kalb. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach

 

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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