Tipps für ein tierfreundliches Osterfest

 

Be vegan!

Die Wirklichkeit sieht völlig anders aus: nach wie vor werden Kaninchen unter quälerischen Bedingungen in Käfigen 90 Tage gemästet, bevor sie als Festtagsbraten auf dem Tisch landen.
                                                                          Fotocredit: © TASSO e.V.

Sulzbach/Ts. / Berlin – Im Hinblick auf das bevorstehende Osterfest appellieren die Tierschutzorganisation TASSO e.V. und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT) an die Verbraucher, beim Feiern den Tierschutz nicht zu vergessen und grundsätzlich keine Eier aus Käfighaltung, kein Kaninchenfleisch und keine lebenden Kaninchen als Ostergeschenk zu kaufen.

Nach wie vor werden Kaninchen unter quälerischen Bedingungen in Käfigen 90 Tage gemästet, bevor sie – nicht nur zu Ostern – als Festtagsbraten auf dem Tisch landen. „Auch wenn in Deutschland endlich Mindeststandards für die Mastkaninchenhaltung eingeführt wurden, so reichen diese für eine artgerechte Unterbringung bei weitem nicht aus“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Zudem würde ein Großteil der hierzulande angebotenen Schlachtkaninchen aus dem Ausland stammen, wo es noch keinerlei tierschutzrechtliche Vorschriften gibt.

Verbraucher werden getäuscht

„Viele der Kaninchen, die man in Supermärkten in den Gefriertruhen liegen sieht, kommen aus China, einem Land ohne jede Tierschutzgesetzgebung. Das Herkunftsland kann man an den Buchstaben „CN“ auf dem Etikett erkennen. Manchmal sind diese aber auch mit „EU“ versehenen überklebt, so dass der Verbraucher denkt, die Kaninchen seien in Europa gemästet und geschlachtet worden. Aber auch die Zustände in Europa, in Frankreich, Spanien und auch Deutschland sind nicht viel besser, da Kaninchen immer noch in Käfigen auf Spaltenböden gehalten werden dürfen“, erläutert Kaninchenexpertin Barbara Felde von der DJGT. Die beiden Tierschutzexperten raten deshalb generell davon ab, Kaninchenfleisch zu kaufen.

Keine lebenden Kaninchen verschenken

Lebende Kaninchen als Ostergeschenk für Kinder sollten ebenfalls absolut tabu sein. „Tiere sind kein Spielzeug sondern fühlende Lebewesen, für die man mit der Anschaffung eine meist jahrelange Verantwortung übernimmt“ sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Zahlreiche unüberlegt angeschaffte Kaninchen leiden in Privathaushalten z.B. unter Einzelhaltung, zu kleinen Käfigen und ungeeignetem Futter.

„Kaninchen haben einen enormen Bewegungsdrang. Sie wollen hoppeln, rennen und buddeln, und das nicht auf Holzstreu in einem Plastikkäfig, sondern auf natürlichem Boden. Auch sind Kaninchen alleine unglücklich, denn sie sind Gruppentiere, die in Einzelhaltung unglaublich leiden. Da der Mensch ihre Körpersprache oft nicht deuten kann, leiden die Tiere jahrelang still vor sich hin und sterben irgendwann einsam. Falsche Fütterung mit Pellets und Trockenfutter aus der Tierhandlung, macht sie dick und krank. Kaninchen brauchen Wiese!“, so Barbara Felde.

„Osterhase“ steht auf der roten Liste

Auch der eigentliche „Osterhase“, der Feldhase, hat es nicht leicht. Er steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten und ist im Wesentlichen durch den Lebensraumverlust und die Intensivierung der Landwirtschaft bedroht. Ungeachtet dessen wird er weiterhin bejagt. So wurden im vergangenen Jagdjahr fast 242.000 Feldhasen – also 2,45% mehr als im Jagdjahr zuvor –  von Jägern erlegt.

Die Tierschützer appellieren zudem an die Verbraucher, nur Eier aus Bio- oder Freilandhaltung zu kaufen. Zu erkennen sind diese an den Ziffern 0 bzw. 1 an der ersten Stelle des Stempels auf dem Ei. „Eier mit der Ziffer 2 oder 3 stammen aus Boden- beziehungsweise Käfighaltung“, so Mike Ruckelshaus. „In diesen Haltungsformen leiden die Legehennen durch z.B. Federpicken und Kannibalismus.“ Industriell gefärbte Eier unterliegen nicht der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht und stammen meist aus Käfighaltung. Deshalb sollten sie ebenfalls gemieden werden.

(Anmerkung der Redaktion: Wirklich tierfreundlich ist die vegane Ernährungs- und Lebensweise.)

 

 

 

 

 

 

Quelle: TASSO e.V.

 

 


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