Töten von Lebewesen darf kein Lernangebot sein

 

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Täuschende Idylle.                                                                                                                                                                                                                                                    By Kintaiyo (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wandlitz / Stuttgart – Respekt statt Tierleid: Die Oberschule Klosterfelde in Wandlitz bietet ihren Schülern eine Angel-AG an, in der die Kinder und Jugendlichen lernen, wie man friedliche Tiere mit einem Köder anlockt und ihnen einen Haken durch den Mund bohrt. PETA hat die Schulleitung nun in einem Schreiben darum gebeten, die AG durch ein tier- und kinderfreundliches Angebot zu ersetzen, um die natürliche Empathie der Schüler zu fördern, statt zu unterdrücken. 

Außerdem bietet die Tierrechtsorganisation an, der Schule Informationsmaterial zum Thema Fische bereitzustellen.

„Das Töten von empfindungsfähigen Tieren darf kein Lernangebot sein“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Die Schule hat einen Lehrauftrag und sollte Kinder und Jugendliche für andere Lebewesen sensibilisieren – im Angelunterricht hingegen wird den Schülern ihr natürliches Mitgefühl abtrainiert. Könnten Fische schreien, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Aktivität für Schüler.“

Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [1]

Der Ex-Beatle Sir Paul McCartney beschreibt sein erstes und einziges Angelerlebnis wie folgt: „Vor vielen Jahren war ich einmal angeln, und als ich den armen Fisch einholte, wurde mir klar, dass ich dabei war, ihn zu töten – nur für eine vergängliche Gaumenfreude. Da hat irgendetwas in mir klick gemacht. Als ich ihn so sah, wie er nach Atem rang, wusste ich, dass ihm sein Leben in diesem Moment genauso wichtig war wie mir meines.“

Albert Schweitzer schreibt in seinen Lebenserinnerungen, wie sehr die sich beim Angeln am Haken windenden Würmer und das Töten der Fische seine Kinderseele erschüttert haben. Nach zweimaligem Angeln habe er nicht mehr mitgemacht und aus Mitgefühl versucht, andere vom Angeln abzuhalten.

[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

 

 

 

 

 

Quelle: PETA

 

 


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