Trophäenjagd: Maßnahmen der Bundesregierung sind ungenügend // VIER PFOTEN fordert Importverbot

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Allein in Südafrika werden jährlich rund 1.000 Löwen von Hobby-Jägern erschossen.                                                                                                                                                                                                                              Fotocredit: (c) VIER PFOTEN, Mihai Vasile

Hamburg – Auf Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion hat die Bundesregierung bestätigt, dass sie keine weiteren Schritte unternehmen wird, um Vorfälle wie den Abschuss des Löwen Cecils oder des bekannten Elefanten aus Zimbabwe zu beenden. Die Bundesregierung beruft sich stattdessen auf das im Februar 2015 in der EU eingeführte Einfuhrgenehmigun-gsverfahren für Jagdtrophäen.

Dies gilt für Breitmaulnashörner, Flusspferde, afrikanische Elefanten, Löwen und Eisbären und solle ausreichen um die Zahlen eingeführter Tiertrophäen zu regulieren.

Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN fordert das Importverbot von Jagdtrophäen und kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung scharf.

Thomas Pietsch (45), Wildtierexperte bei VIER PFOTEN:

„Die Zahlen zeigen doch, dass dieses Verfahren die Trophäenjäger nicht im Geringsten davon abhält, bedrohte Tierarten in Afrika zu töten. Im Zeitraum von 2005 bis 2014 wurden 1.225 Jagdtrophäen nach Deutschland eingeführt. Für Löwen- und Elefantentrophäen wurde nicht ein einziger Antrag abgelehnt.“

Allein in den letzten acht Monaten wurden laut Bundesregierung 13 Löwen- und 20 Elefantentrophäen nach Deutschland eingeführt.

VIER PFOTEN setzt sich derzeit vor allem für ein Ende der besonders perfiden Trophäenjagd in Südafrika ein. Beim sogenannten Canned Hunting, werden in abgezäunten Arealen gezüchtete Löwen von Hobbyjägern erlegt. Die Tiere haben keine Chance zu entkommen. Unter der VIER PFOTEN Petition www.cannedhunting.com protestieren fast 180.000 Menschen gegen diese grausame Tierquälerei.

 

 

Quelle: VIER PFOTEN