Ärzte gegen Tierversuche protestieren gegen Tierversuchsneubau

 

„Unsägliche Steuergeldverschwendung“

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Leider sollen auch zukünftig viele Millionen an Steuergeldern in unsinnige Tierversuche investiert werden.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Fotocredit: (c) BUAV

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche fordert anlässlich der in diesen Tagen stattfindenden Entscheidungen hinsichtlich des Neubaus eines Tierversuchslabors an der Freiburger Uniklinik von den Verantwortlichen, Steuermillionen nicht für unethische und medizinisch-wissenschaftlich fragwürdige Methoden bereitzustellen. Vielmehr sei ein Paradigmenwechsel zugunsten einer klinisch relevanten tierversuchsfreien Forschung notwendig.

Als unsägliche Geldverschwendung bezeichnet der Ärzteverein die Investitionen in immer neue Tierversuchslabore. Allein der Bau des neuen Freiburger Tierversuchslabors soll unterschiedlichen Angaben zufolge 40 bzw. 57 Millionen Euro kosten, deutschlandweit werden jährlich mehrere Steuer-Milliarden in Tierversuche investiert. Demgegenüber stehen Förderungen von sogenannten Alternativmethoden, die ohne Tiere oder mit weniger Tieren auskommen, von bundesweit pro Jahr rund 4 Millionen Euro.

Bisherigen Informationen zufolge sollen in dem vom Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Universitätsbauamt, beauftragten geplanten IMITATE (Institute for Disease Modeling and Targeted Medicine) Haltungskapazitäten für 10.000 Mäuse geschaffen werden. Überdies soll mit Fröschen und Fischen experimentiert werden. Vorgesehen sind vor allem Genmanipulationen der Tiere. Gegenüber der Ärztevereinigung wollte sich das Unibauamt nicht äußern und verwies an die Unipressestelle, welche sich erst äußern möchte, nachdem die Entscheidungen gefällt sind.

„Tierversuche werden vorgeblich gemacht, um kranken Menschen zu helfen. Tatsächlich jedoch sind die Ergebnisse irreführend und oft gefährlich, da die Übertragung immer ein unkalkulierbares Risiko darstellt“, erläutert Dipl.-Biol. Silke Strittmatter, Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche. „Wäre die Zuverlässigkeit von Tierversuchen tatsächlich so gut wie oft suggeriert, wäre Heroin heute noch immer als Husten- und Schmerzmittel auf dem Markt und die krebsauslösende Wirkung von Asbest für Menschen würde weiterhin geleugnet werden.“

Der Ärzteverein bemängelt die fehlende Transparenz über die Verwendung von Steuergeldern für Tierversuche. Er bedauert zudem, dass ein finanzkräftiges Bundesland wie Baden-Württemberg seine Chance nicht nutzt, führend auf dem Gebiet der innovativen Forschung mittels unter anderem hochmodernen menschbasierten Computersystemen oder Organchips zu werden, sondern stattdessen traditionellen Mustern folgt und mit Tierversuchen auf eine Methode setzt, die den medizinischen Fortschritt aufhält.

Weitere Information:
Briefaktion und Online-Petition >>
Stellungnahme >>

 

 

 

 

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

 

 


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