Veganes Angebot auf der Wiesn wächst – Konsum sogenannter ‘Schweinswürstel‘ um 57 Prozent zurückgegangen

Be vegan!

Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU, freut sich über das weiter wachsende vegane Angebot auf der Wiesn.                                                                                             Fotocredit: (c) Robert Kresse / VEBU

Dieses Jahr gibt es insgesamt 18 vegane Hauptgerichte auf dem Oktoberfest. Das Angebot pflanzlicher Alternativen wächst. Seit Samstag, 19. September, bis Sonntag, 4. Oktober 2015, können Besucher diese auf dem Oktoberfest in München probieren. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) bietet einen Überblick über die veganen Speisen.

Der Verzehr sogenannter ‘Schweinswürstel‘ auf dem Oktoberfest ist über die Jahre kontinuierlich zurückgegangen. Wurden 1980 noch rund 290.000 Paar der Würste gegessen, waren es im letzten Jahr nur noch rund 123.000 Paar. Seit 1980 ist der Konsum sogenannter ‘Schweinswürstel‘ auf dem Oktoberfest um insgesamt rund 57 Prozent zurückgegangen.

18 vegane Hauptgerichte auf dem Oktoberfest

Insgesamt 18 vegane Hauptgerichte gibt es dieses Jahr auf der Wiesn in München. Vom Gulasch, über die ‘Käs‘-Spätzle bis hin zu Semmelknödeln und Holzfällersteaks, gibt es in diesem Jahr zahlreiche vegane Alternativen zur altbekannten Hausmannskost. Auch Gerichte wie der Bio-Sauerkrautstrudel mit Mandeln, Curry und Gemüse oder ein Kräuter-Maiskücherl auf Erbsen-Minzpüree, lassen kulinarische Herzen höher schlagen. Mehr als 70 vegetarische Hauptgerichte bieten die Wirte des Oktoberfestes ihren Gästen an. Auch Besucher mit kleinem Hunger finden ihre Favoriten. Bei elf veganen Vorspeisen und Salaten fällt dabei die Auswahl nicht immer leicht. Auch bei den Desserts gibt es viel zu entdecken. Ein Kokosmilch-Zimteis mit Rosmarin-Apfelragout ist nur eine der Nachspeisen aus der Karte der Wiesnwirte.

Lederhosen aus Kork

„Die Besucher des Oktoberfestes verlangen zunehmend nach vegetarischen und veganen Speisen“, erläutert Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland). „Das Angebot pflanzlicher Alternativen auf der Theresienwiese wird immer besser“, so Zösch weiter. Auch modisch gesehen ist in letzter Zeit viel passiert. So gibt es mittlerweile Unternehmen, die vegane, tierleidfreie Trachtenmode anbieten. Das Material für die Kleidungsstücke sieht aus wie Leder und besteht aus Kork, Baumwolle oder Leinen.

Veggie-Hütte in den Alpen versorgt hungrige Wanderer

Im Anschluss an das hektische Treiben des Volksfestes bieten sich zur Erholung ein Besuch in den Bergen und eine Einkehr in Bayerns erster vegetarisch-veganer Hütte an. Dabei können sich Wanderer seit diesem Jahr in der Hündeleskopfhütte bei Pfronten durch das vegetarisch-vegane Angebot probieren. In der auf 1180 Metern gelegenen Hütte bietet Silvia Beyer zudem täglich ein warmes veganes Mittagessen und am Wochenende veganen Kuchen an. „Sonntags gibt es den beliebten Sonntagszopf, aus Dinkelvollkorn, inzwischen auch vegan“, berichtet Hüttenwirtin Silvia Beyer. „Mittlerweile leben in Deutschland rund acht Millionen Menschen vegetarisch, fast eine Million vegan und rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland zählt sich zu den sogenannten Flexitariern. Flexitarier essen an drei oder mehr Tagen pro Woche kein Fleisch“, erläutert Zösch. „Immer mehr Gastronomen stellen sich auf die geänderten Konsumgewohnheiten ihrer Gäste ein und bieten ein breites Veggie-Angebot“, so Zösch abschließend.

 

 

Quelle: VEBU


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