veggy-style: „The sun is shining, the music sounds well“

Steffen Prase aka Da Sandwichmaker liebt seine Küche.

„Da Sandwichmaker“: immer mit frischen Zutaten.

Steffen Prase aka „Da Sandwichmaker“ spricht mit Guido Barth über seine leckere und kultige mobile Küche, über sein vorzügliches vegetarisches Kochbuch „Moa Fire“ und über spontane Live-Sessions auf Musik-Festivals.      

Du bist in der deutschen Reggae-Szene weithin bekannt als „Da Sandwichmaker“, du lebst vegetarisch, bist Reggaeliebhaber und ein äußerst sympathischer Typ. Steffen, wie wird man ein „Sandwichmaker“?

Ich kann da ja nur über meinen Partner „Dieta“ und mich sprechen und sag dir erstmal, was es bei uns, beim „Sandwichmaker“, so alles gibt: coolen Reggae-Sound, köstlichste Sandwichecken, leckere Salate mit karibischen Dressings und unseren legendären „Rasta-Reis“ auf großen Palmenblatt-Tellern.
Ich komme ursprünglich aus der gehobenen Gastronomie, da habe ich klassisch kochen gelernt – richtig mit Abschluss. Ich höre auch schon lange diese wunderbare Reggae-Musik und mein Traum war es immer, das irgendwie Mal miteinander verbinden zu können. „Dieta“ hatte dann irgendwann die Idee mit dem Imbiss. Die Idee war klasse, nur dieser Begriff „Imbiss“ hat mir als Koch natürlich überhaupt nicht gefallen, aber er hat das damals tatsächlich so genannt. Ich nenne das lieber „mobile Küche“.

Alle Gäste lieben die „veggy-style“ Küche von Steffen

Wie lange betreibt ihr diese mobile Küche jetzt schon?

Seit 2003. Ich habe aber vorher schon für Hans Söllner und das „Bayaman Sissdem“ auf deren Touren vegetarisch gekocht. Das mache ich heute übrigens immer noch und daraus ist mittlerweile eine richtige Freundschaft geworden.

Wo kann man euch treffen?

Im Sommer sind wir auf allen möglichen Festivals: Afrika Festival, Chiemsee Reggae Summer, Grenzenlos Festival, Sunrise Festival, Sunsplash Rototom, ReggaeJam und anderen. Wir haben zwei Wagen, die zusammengehören und mit denen sind wir unterwegs. Der erste ist tatsächlich ein alter Imbisswagen von 1971 aus der DDR. Ein echter Oldtimer, mit dem wir wirklich nur sehr langsam fahren können – so 60 km/h. Den zweiten hat „Dieta“ komplett selbst entworfen. Ich muss ehrlich sagen, ich kann gut kochen, sonst bin ich in praktischen Sachen nicht so doll. Das organisiert „Dieta“ alles. Und zwar richtig gut.

Die mobile Küche ist eine Attraktion für leckeres Essen, gute Musik und nette Leute

Summertime and good food at „Da Sandwichmaker“

Du kochst „caribbean“-Style – vegetarisch und überwiegend frisch. Wo beziehst du die Lebensmittel?

Neben unserer Grundausstattung kaufen wir alle Lebensmittel frisch vor Ort ein. Besonders auch Kräuter. Soweit das möglich ist, lwählen wir Bio-Qualität. Die original jamaikanischen Sachen wie „Akee“ (Nationalfrucht von Jamaika) oder den edlen „Appleton“ Rum beziehen wir über den Fayashop im Internet.

„Moa Fire“ ein feines Kochbuch mit toller Musik-CD, vom: „Da Sandwichmaker“

Kürzlich ist dein äußerst erfolgreiches vegetarisches Kochbuch „Moa Fire“ neu aufgelegt worden. Darin stellt die Crème de la Crème der deutschen Reggae-Musiker ihre Lieblingsrezepte vor. Mit dabei unter anderem: Mono&Nikitaman, Hans Söllner, Uwe Banton, Jahcoustix, Ganjaman und Sara Lugo. Auf den wirklich exzellenten Fotos kann man sehen, dass die Künstler persönlich bei dir in der mobilen Küche waren und selbst gekocht haben. Wie hast du das hinbekommen?

Danke für das Lob zu den Fotos, wir haben da auch sehr viel Geduld und Liebe hineingesteckt. Du wirst es mir kaum glauben, aber diese Menschen sind eigentlich eher zu mir gekommen.

open minded and creative people

Good vibes all time long.

Das musst du mir bitte erklären.

Unsere mobile Küche hat sich über die Jahre zum beliebtesten Treffpunkt auf den Reggae-Festivals entwickelt. Die Künstler genießen ja auch ihre freie Zeit und schauen sich auf dem Festival-Gelände um. Wenn sie dann an unserem „Yard“ vorbeikommen und sehen, dass bei uns immer was los ist und tolle Tunes gespielt werden, dann gucken die schon Mal rein. Auf unseren Schiefertafeln werben wir für „Ital“ Food (Rastafood), „Red Stripe“, dem Original „Jamaican Beer“, „Jamaican Fruit Punch“, „Rum Punch“ und „Cannabis Ice Tea“. Da kommst du schnell in Kontakt.


Du hast die Artists also persönlich gefragt?

Ja. Das hat sich dann mit der Zeit so ergeben. Die kommen ja immer Mal wieder, so dass man sich kennenlernt. Wir veranstalten im „Yard“ vor der Küche oft spontane Live-Sessions. Viele Leute sitzen dann zusammen mit den Artists im großen Kreis und „toasten“ begeistert zu unseren Tunes, wobei jeder der sich traut das Mic nehmen darf. Dabei entsteht immer eine tolle Stimmung und die Nächte werden oft sehr lang (lacht).

Zum Kochbuch „Moa Fire“ gehört auch noch eine Musik-CD. Alle Musiker, die mit dir gekocht haben, haben dazu ein Lied beigesteuert.

Ja, alles positive Vibes. Ich bin wirklich sehr, sehr dankbar. „Sista Lou & Nina Alverdes“ haben mit „Froots Rockers“ extra ein Lied geschrieben und für die „Moa Fire“ CD eingespielt. Überhaupt gibt es in der deutschen Reggae-Szene schon zahlreiche Songs über uns.

Steffen, warst du selbst schon einmal in Jamaika?

Ich war zweimal dort. Jamaika ist eine wunderschöne Insel mit absolut liebenswerten Menschen. Überall gibt es Musik und das berühmte und relaxte „soon come“, was so viel heißt wie „ich komme gleich“, ist tatsächlich das Lebensgefühl dort. Wobei es aber auch morgen oder übermorgen heißen kann, je nachdem was so anliegt. Ich war dort sehr glücklich.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

©Guido Barth
Bildquelle: Steffen Prase

Mehr Informationen unter www.dasandwichmaker.de

Moa Fire – Nahrung für die Seele. Vegetarisches Reggae-Kochbuch (112 Seiten, 495 Fotos) + Audio-CD

Tracklist der Audio-CD:

1 Sista Lou & Nina Alverdes – Froots Rockers
2 Ephraim Juda – Coming Home
3 Mista Wicked – Heid is a Feierdog
4 Thaistylee – Love Jah
5 Uwe Banton – Love Light
6 Ganjaman — W.H.A.D.L.F
7 Mono & Nikitaman – Digge Digge
8 Jamaram – Rich Man
9 Stranjah feat. Surviva – Finde heraus
10 Jahcoustix – Hot Stone
11 The Gauwailers – Junkfood Kingdom
12 Sara Lugo – Rocksteady
13 Lyrical BaMa – 2 Brüder
14 Hans Söllner & Band — Du tramst
15 Martin Zobel & Soulrise Band — Reggae Jam
16 Ras Gabriel – Irgendwas is immer
17 Nattyflo — My Space
18 Dubiterian – Dub Pipe


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