VGT-Kampagne: bei Mensdorff-Pouilly bleiben die Jagdgäste aus

 

Bis heute nur 2 Entenjagden, 1 Gatterjagd und 1 Wildschweinjagd – kaum Fasane und keine Rebhühner in den Volieren, kein Federwild im Revier

Be vegan!

Der VGT führt seit Jahren erfolgreich Kampagnen für die Tiere in Österreich.                                                                                                                                                                  Quelle Logo: (c) VGT

Wien – Bis zur Jagdsaison 2015/16 war bei Alfons Mensdorff-Pouilly die Welt noch in Ordnung. Ab Oktober 2015 kamen fast jedes Wochenende Jagdgäste zu Besuch, im Jagdgatter und in den 1.000en ha Jagdrevier, in denen ständig sehr viele Rebhühner, Fasane und Enten ausgesetzt wurden, schoss man nach Herzenslust auf Zuchttiere. Der VGT war oft präsent, um zu dokumentieren. Die Polizei errichtete regelmäßig Sperrzonen um die Jagdgebiete, die von zahlreichen Straßensperren kontrolliert wurden. 

Zig Anzeigen des VGT waren die Folge, auch wegen illegaler Fasankisten im Revier, und nicht zuletzt gegen die Zwangsmaßnahmen der Polizei und die Sperrzonen. Schließlich kam es zum Vergleich bei einer Zivilklage von Mensdorff-Pouilly gegen den VGT-Obmann.

In der heurigen Jagdsaison 2016/17 nun ist alles anders. Es wurden deutlich weniger Enten in die Kunstteiche und wesentlich weniger Fasane und Rebhühner angeliefert. Die Enten wurden im September lediglich 1 x beschossen. Am 1. Oktober wollte man ausgesetzte Rebhühner jagen, zog sich aber aufgrund der Tierschutzkameras zurück und schoss einige Enten stattdessen. Im November gab es bisher nur 1 Gatterjagd und 1 Jagd auf Wildschweine – unvergleichlich viel weniger als im Jahr zuvor. Aktuelle Fotos aus den Volieren von Mensdorff-Pouilly zeigen, dass es zwar noch einige hundert Enten, aber überhaupt keine Rebhühner und kaum mehr Fasane in den vielen Volieren gibt. Ausgesetzt wurde auch offensichtlich fast noch nicht, weil sich im Revier kein Federwild befindet und die Futterstellen nicht bestückt sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Bezirkshauptmannschaft endlich die Anzeigen des VGT Ernst nimmt. Die Zuchtvögel dürfen einerseits nicht mehr in Österreich ausgesetzt werden, andererseits darf man sie auch nicht ohne eigene Genehmigungen in den ungarischen Teil des Jagdreviers transportieren. Abgesehen davon ist das Überfahren der Grenze durch die Jagdgesellschaft, wie vom VGT mehrmals dokumentiert und angezeigt, momentan verboten.

VGT-Obmann Martin Balluch ist zuversichtlich: „Unsere Kampagne zeigt Wirkung. In der Südsteiermark, wo wir erst letzten Samstag wieder eine Fasanjagd auf Zuchttiere dokumentiert haben, geht das Aussetzen rapide zurück. In Thal, wo bisher jährlich 1500 Fasane ausgesetzt wurden, blieben die Volieren heuer leer. Und bei Mensdorff-Pouilly, wo es letztes Jahr zig Jagden auf Zuchttiere gab, ist praktisch nichts mehr los. Der Weg ist also für Landesrätin Verena Dunst im Burgenland frei, um die Gatterjagd und das Aussetzen von gezüchtetem Federwild zu verbieten!“

Quelle: VGT.at


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