VIER PFOTEN kritisiert geplante Tötung von 1 Mio. Putenküken

 

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VIER PFOTEN: Stiftung für Tierschutz.
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Hamburg – In Niedersachsen sollen eine Million gesunde Putenküken getötet werden. Grund ist der aufgrund der Geflügelpest existierende Exportstopp und unzureichender Platz in hiesigen Ställen. VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen die geplanten Tötungen aus. Stattdessen müsse das EU-weit geltende Verbot der prophylaktischen Impfung gegen die Geflügelpest aufgehoben werden. VIER PFOTEN fordert Behörden, Politiker und Branchenvertreter auf, sich auf EU-Ebene für die Aufhebung des Verbots stark zu machen.

Agraringineurin Ina Müller-Arnke, Nutztierexpertin von VIER PFOTEN:

„Die verfehlte Seuchenpolitik der EU nimmt gewaltige Ausmaße an. Statt Impfungen zuzulassen, werden Millionen gesunder Tiere gekeult – jetzt sogar eine Million gesunde, frisch geschlüpfte Küken. Es ist dringend erforderlich, dass auf EU-Ebene eine andere Tierseuchenpolitik betrieben und dem Einzeltier wieder ein ethischer Wert zugesprochen wird.“

Durch eine Impfung der Tiere können sich die Tiere zwar weiterhin mit dem Virus infizieren. Damit es aber zu einer Infektion kommt, ist eine deutlich erhöhte Virusmenge notwendig. Darüber hinaus scheiden geimpfte Tiere entweder keine oder wesentlich weniger Viren aus als nicht geimpfte. Auch ist der Ausscheidungszeitraum bei geimpften Tieren deutlich verkürzt. Dadurch kann der Infektionsdruck gesenkt werden. Geimpfte Tiere zeigen nur selten oder nur leichte klinische Symptome einer Erkrankung. Verluste unter geimpften Tieren sind sehr selten. Zwar sind geimpfte von ungeimpften Tieren schwer zu unterscheiden, mithilfe eines Markerimpfstoffes ist dies allerdings möglich.

 

 

 

 

 

Quelle: VIER PFOTEN

 

 


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