Weiterhin Mangelhaltung für letzten Menschenaffen im Zirkus

 

Robby muss gemäß OVG Lüneburg-Urteil bei Circus Belly bleiben – Statement von PETA

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Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin bei der Tierrechtsorganisation PETA.                                                                                                                                                                                                          Fotocredit: © PETA Deutschland e.V.

Lüneburg / Stuttgart – Kein besseres Leben für Robby: Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschied heute im Berufungsverfahren über den Verbleib von Robby, dem letzten Menschenaffen in einem deutschen Zirkus. Im April 2017 hatte das Verwaltungsgericht Lüneburg beschlossen, dass der laut Gutachter etwa 43 Jahre alte Schimpanse seinen Lebensabend mit Artgenossen verbringen darf und in eine Auffangstation umziehen soll.

Das OVG Lüneburg entschied heute jedoch, dass Robby weiterhin bei Circus Belly bleiben soll. Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.
Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin bei der Tierrechtsorganisation PETA, kommentiert das Urteil.

„Wir setzen uns bereits seit Jahren für Robbys Rettung ein und sind zutiefst enttäuscht über dieses Urteil. Nun wird der Schimpansen-Opa auch noch der allerletzten Lebensjahre beraubt. Es ist empörend, dass die tierschutzwidrige Haltung auf den wenigen Quadratmetern eines umgebauten Transportanhängers ohne soziale Kontakte zu Artgenossen weiterhin geduldet wird. Die renommierte Auffangstation Animal Advocacy and Protection in den Niederlanden ist seit etwa 25 Jahren auf die Rettung von Schimpansen aus schlechten Verhältnissen spezialisiert. Bereits zahlreiche Tiere aus Zirkusbetrieben konnten bei AAP erfolgreich in Sozialgruppen integriert werden. Mit dieser einzigartigen Expertise hätte man Robby einen Lebensabend mit Artgenossen ermöglichen können. Stattdessen wird er bei Circus Belly weiter als Attraktion herhalten müssen und wohl bis zum letzten Atemzug kommerziell ausgenutzt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: PETA