Welternährungstag 2016: Laut einer aktuellen Studie sollen für 81 Prozent der Befragten vegane Lebensmittel auch bio sein

 

Be vegan! Porträt von Sebastian Joy. VEBU-Geschäftsführer

Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU.                                                                                                                                                                                   Fotocredit: (c) Robert Kresse / VEBU

Jährlich am 16. Oktober findet der Welternährungstag statt. Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für eine pflanzliche Lebensweise. Laut einer aktuellen Marktforschungs-Umfrage* der Bio-Branche zum Thema Ernährungsgewohn-heiten sind 81 Prozent der Befragten der Meinung, dass vegane Lebensmittel gleichzeitig biozertifiziert sein sollten. Die Hälfte der Befragten verwendet täglich Bioprodukte. Rund 41 Prozent greifen in ihrem Alltag bewusst zu veganen Lebensmitteln.

Als Grund für ihre Ernährungsweise gab die Mehrheit der Teilnehmenden den Aspekt ‘Gesundheit’ an. Ebenfalls wichtige Beweggründe sind der Tier- und Umweltschutz. “Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, setzen sich meist auch intensiver mit den Auswirkungen ihrer Lebensweise auf die Umwelt und den Planeten auseinander. Die meisten legen großen Wert auf ihre Gesundheit, auf Nachhaltigkeitsthemen sowie Umwelt- und Tierschutz”, erklärt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführer.

Der vegane Markt wächst weiter

Insgesamt 74 Prozent der Befragten gaben an, ihre veganen Lebensmittel im Bio-Supermarkt zu kaufen. Der Drogeriemarkt wurde von 63 Prozent und der Supermarkt von 60 Prozent der Umfrageteilnehmenden genannt. Das Angebot pflanzlicher Lebensmittel schätzen nur 36 Prozent als ausreichend ein. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Einschätzung jedoch deutlich verbessert. Im Jahr 2015 waren nur 19 Prozent der Befragten mit dem veganen Angebot zufrieden. “Die Anzahl der vegan-vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Fast acht Millionen Menschen leben vegetarisch und fast eine Million ernährt sich vegan, Tendenz steigend. Der Veggie-Markt ist sehr jung und noch lange nicht gesättigt. Es gibt bereits ein gutes Angebot an pflanzlichen Produkten im Einzelhandel. In den nächsten Jahren wird die Produktpalette noch größer und vielfältiger werden”, so Joy. Pflanzliche Produkte sprechen indes nicht nur vegan lebende Konsumenten an. Laut der Umfrage ernähren sich 80 Prozent derer, die vegane Produkte kaufen, nicht konsequent vegan. “Vegane Produkte haben so insgesamt ein gutes Potenzial für den Markt, da das Interesse an ihnen groß zu sein scheint”, ergänzt Joy.

58 Prozent der Befragten kennen das V-Label

Insgesamt 58 Prozent der Befragten kennen das V-Label und gaben an, es im Supermarkt schon einmal bewusst gesehen zu haben. Das V-Label tragen mittlerweile rund 5.000 Produkte von insgesamt 400 Lizenzpartnern. Das V-Label ist ein international geschütztes Qualitätssiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Es wird als Orientierungshilfe auf Verpackungen eingesetzt. Verbraucher können so beim Einkauf auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt für sie geeignet ist. Das V-Label wird in Deutschland in den Kategorien ‘vegan’ und ‘vegetarisch’ vom VEBU vergeben. Ist das Produkt mit dem V-Label lizenziert, können Konsumenten sicher sein, dass es sich um ein vegetarisches oder veganes Produkt handelt.

Der Welternährungstag

Der Welternährungstag findet seit 1979 jährlich am 16. Oktober statt. Der Tag macht auf die Hungerproblematik in der Welt aufmerksam. Eine pflanzliche Ernährung kann einen Beitrag zur Lösung der Welthungerproblematik und zur Lebensmittelsicherung leisten. Für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch werden bis zu 16 Kilogramm Getreide oder Sojabohnen als Futtermittel benötigt. Auf der Fläche, die man für die Erzeugung eines Kilogramms Fleisch benötigt, könnte man im selben Zeitraum 200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln ernten. “Rund 50 Prozent der jährlichen weltweiten Getreideernte und 90 Prozent der jährlichen globalen Sojabohnenernte werden an sogenannte ‘Nutztiere’ verfüttert. Würden weniger Futtermittel für die tierische Produktion angebaut werden, müssten weltweit viel weniger Menschen Hunger leiden”, erklärt Joy.

 

* Quelle: Pollion GmbH, biopinio-Umfrage zu Ernährungsgewohnheiten (13.02.2016), „Bio-Fachhandel & vegan: Das Ende des Booms?“, Mobile Marktforschung für die Bio-Branche (www.biopinio.de, www.pollion.com)

Zum Hintergrund der Studie: Die Umfrage fand im Januar 2016 statt. Insgesamt 1.266 Personen nahmen teil. 80 Prozent der Teilnehmer waren Frauen und 19 Prozent Männer. Jeweils 35 Prozent waren zwischen 18 und 29 Jahre bzw. zwischen 30 und 39 Jahre alt. Insgesamt 26 Prozent waren 40 Jahre und älter.

Weitere Infos zum V-Label finden Sie unter:
https://vebu.de/vebu-business/v-label/

 

 

 

 

 

Quelle: VEBU

 

 


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