Wildpferde in Letea: VIER PFOTEN besiegelt Langzeitpartnerschaft mit Donaudelta Biosphärenreservat

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Wild kebende Pferde in Letea.                                                                                                                                                                                                                                  Fotocredit: © FOUR PAWS 2015

Hamburg – Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und das Donaudelta Biosphärenreservat Institut haben ein Partnerschaftsabkommen unterschrieben, um die wildlebenden Pferde in Letea (Donaudelta) nachhaltig zu schützen.

Ziel der Partnerschaft ist es, das Wohl der Tiere zu garantieren, aber auch das natürliche Ökosystem des Letea Waldes (Teil des UNESCO-Welterbes „Donaudelta“) zu erhalten. Die nächsten zehn Jahre werden VIER PFOTEN und das Donaudelta Biosphärenreservat Institut gemeinsam die Pferdepopulation kontrollieren. Auch sollen die Pferde vor Misshandlung, Gefangennahme oder Tötung geschützt werden. VIER PFOTEN wird fachlich und logistisch dabei unterstützen, eine sanfte Geburtenkontrolle der Pferde durchzuführen: Eine empfängnisverhütende, ein Jahr wirksame Impfung, wird so vielen Stuten wie möglich verabreicht. Unter Berücksichtigung des touristischen Potentials und einer nachhaltigen Entwicklung der Gegend wird die Tierschutzorganisation darüber hinaus das Institut dabei unterstützen, eine Aufklärungskampagne zu entwickeln.

Lucian Eduard Simion, Gouverneur Donaudelta Biosphärenreservat:

„Die rund 500 Wildpferde, die in und um Letea leben, tragen viel zur Artenvielfalt der Gegend bei. Wir wollen, dass sie hier weiterhin frei leben, doch ist es wichtig, dass ihre Anzahl kontrolliert wird, um andere Spezies, die im Wald leben, nicht zu beeinträchtigen. Unsere längerfristige Kooperation mit VIER PFOTEN ermöglicht es uns, uns gemeinsam für das Wohl der Tiere und das natürliche Ökosystem einzusetzen.“

Robert Hengl, Projektleiter Pferde VIER PFOTEN:

„VIER PFOTEN hat dieses Pferdeprojekt 2009 ins Leben gerufen. Wir wollen den Lebensraum und die Pferde, die hier seit hunderten von Jahren leben, schützen. Letztendlich spiegeln sich unsere Bemühungen in dem Abkommen mit dem Donaudelta Biosphärenreservat Institut wider. Es freut uns, dass Gouverneur Lucian Eduard Simion die Wichtigkeit dieser Pferde des Donaudeltas als Teil seiner Biodiversität bestätigt hat.“

Historische Dokumente belegen, dass es die verwilderten Hauspferde im Donaudelta bereits seit der großen Völkerwanderung der Tataren im 13. Jahrhundert gab. Seit damals belief sich die Anzahl der Pferde auf einige tausend bis einige hundert. Fortlaufenden Luftzählungen zufolge streifen heute noch ungefähr 500 Tiere frei durch Letea. Die Behörden und Umweltschützer sahen in ihnen eine Gefahr für das Reservat und beschlossen, die Pferde zu töten. VIER PFOTEN reagierte damals sofort: Durch intensive Verhandlungen mit den zuständigen Personen und Behörden konnte das Töten der Tiere gestoppt werden. Seit 2013 dämmt VIER PFOTEN die Reproduktion der Pferde mittels Impfung der Stuten mit einem Immun Kontrazeptivum (PZP) ein, damit Gegend und Pferdepopulation geschützt werden.

 

 

Quelle: VIER PFOTEN


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