Zwei Pferde in Schmallenberg misshandelt – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

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Risiko-Bereich Wiese: immer wieder kommt es zu Misshandlungen an Pferden.

Fahndung nach Tierquäler: Ein bislang unbekannter Täter hat im Zeitraum vom 26. Juli, circa 22.00 Uhr bis zum 27. Juli, circa 15.00 Uhr, zwei Pferde in Schmallenberg verletzt. Auf einer Weide am Buchhagenweg stach der Täter vermutlich mit einem Messer in den rechten Vorderlauf eines Pferdes und in den linken Vorderlauf eines anderen Tieres. Beide Pferde mussten durch einen Tierarzt versorgt werden.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tierquälerei beteiligt. Die Polizei Schmallenberg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können. Um die Fahndung nach dem oder den Tierquäler/n zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des oder der Täter/s führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Polizeistation in Meschede unter der Telefonnummer 0291 90 20 0 oder persönlich an die Polizeiwache in Bad Fredeburg.

Psychologische Störungen der Täter

„Bitte helfen Sie mit, diese grausame Tat aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

Gewalt an Tieren – Gewalt an

PETA weist darauf hin, dass aus sadistischen Aggressionen gegenüber Tieren auch schnell Gewalt gegen Menschen werden kann. Insbesondere Taten, die von sogenannten „Pferderippern“ begangen werden, gelten als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte. Zahlreiche Mörder vergingen sich zunächst an Tieren, bevor ihnen Menschen zum Opfer fielen. So ließ der als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannte Serienmörder Frank Gust seine perversen Fantasien zunächst an Pferden, Schafen und Rindern aus, bevor er vier Frauen auf exakt dieselbe Weise tötete wie zuvor die Tiere. Bereits in den 1990er Jahren erschütterte eine Serie von „Pferderipper“-Taten die Republik: Damals wurden über 100 Pferde, vorzugsweise in Niedersachsen, gepeinigt.

Mehr Kontrolle nötig

PETA Deutschland e.V. rät Pferdehaltern daher zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem werden die Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, die Kontrollgänge mit mindestens zwei Personen durchzuführen, die zudem Mobiltelefone mit sich tragen sollten. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

 


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